Wacholder
Das typische Aroma des Tiroler Speck g.g.A.

Neben hervorragender Fleischqualität und der traditionellen handwerklichen Verarbeitung sind auch die speziell ausgesuchten Naturgewürze maßgeblich für den charakteristischen Geschmack des Tiroler Speck g.g.A. verantwortlich.

Wacholder, Knoblauch, Meersalz und Pfeffer. Diese vier Gewürze sind bei der Herstellung des Tiroler Speck g.g.A. unentbehrlich. Zusammen mit einem milden Raucharoma verleihen sie unseren original Tiroler Speckspezialitäten ihren urtypischen würzigen Geschmack.

Wacholderzweig Gewürz Handl Tyrol
Geschützte geografische Angabe HANDL TYROL
Wacholder im Tiroler Speck g.g.A.

Bereits seit Jahrhunderten wird Wacholder bei der Herstellung von Speck verwendet - heute noch genauso wie damals.

Wacholder, auch Kranewittbaum oder wissenschaftlich Juniperus communis genannt, wächst in ganz Tirol und gehört seit jeher als aromatisierendes Gewürz zur Nordtiroler Küche.

Die traditionellen Wacholderbeeren mit ihrem holzigen und zugleich frischen Geschmack fördern die geschmackliche Entwicklung beim Räuchern des Fleisches und sorgt so für das typische Aroma des Tiroler Speck g.g.A.

Wie wächst Wacholder?

  • Wacholder wächst in Form von Sträuchern von einem bis fünf Metern Höhe. Seine sehr harten und spitzen Nadeln schützen ihn vor den meisten Fressfeinden.
  • Die Früchte des Strauches sind kleine bläuliche Zapfen die bis zur Reife ein bis zwei Jahre benötigen. Auf Grund deren beerenförmigen Struktur werden diese oft auch als Beeren bezeichnet.
  • Auch in Tirol ist der Kranz’n, so die hiesige Bezeichnung für den Wacholder, flächendeckend beheimatet. Speziell um Kufstein führt eine Genussroute am Riedenberg durch üppige Wacholderfelder und macht die Pflanze selbst und ihre natürliche Umgebung erlebbar. 

     
Wacholderstrauch mit Zapfen Handl Tyrol
Medizinische und "magische" Wirkungen der Heilpflanze

Heilende Kräfte wurden dem Gewächs bereits sehr früh nachgesagt. So wurden im Mittelalter Tinkturen aus den Beeren des Wacholderstrauchs angerührt um Gelenkschmerzen zu lindern. Selbst im 18. Jahrhundert wurden noch Wacholderholz-Löffel beim Butter anrühren verwendet um böse Geister fernzuhalten.

Auch in der heutigen Zeit gilt Wacholder aufgrund seiner ätherischen Öle als stoffwechsel- und durchblutungsfördernde Heilpflanze. Als Tee hilft er bei der Spülung der Nieren und lindert chronische Blasenentzündungen. Wacholder macht außerdem Speisen bekömmlicher und regt den Appetit an.